Zuzug
Ein Ortsteil, der nach einem Weg benannt ist, nicht nach einem Ort
Der Name kommt von einer Zufahrt. Der Ablageweg führte von der Köpenicker Straße zur Späthschen Baumschule und hieß im Volksmund Baumschulenweg. Franz Späth ließ ihn pflastern und in Baumschulenstraße umbenennen, und zwischen 1902 und 1906 übernahm der zum Vorortbahnhof ausgebaute Haltepunkt den Namen. Die Treptower Kommunalvertreter wollten damals lieber Treptow-Süd und setzten sich nicht durch. Eigener Ortsteil ist Baumschulenweg seit 1940, die Ortslage Späthsfelde kam erst 1997 dazu.
Heute wohnen hier 19.592 Menschen auf 4,82 Quadratkilometern. Der Ortsteil liegt an der Nahtstelle zwischen der dichten Innenstadt im Norden und den Siedlungsgebieten im Süden, und das merkt man an den Anfragen: Wir fahren aus Baumschulenweg genauso oft in eine Neuköllner Altbauwohnung wie in ein Reihenhaus zwei Straßen weiter.